Rollitour

In den Zweit-Rolli und losgerollt.

Ich bin richtig dankbar für einen erfahrungsreichen, lustigen und anstrengenden Sonntagnachmittag. Ich wollte mal am eigenen Körper erleben, wie es ist, sich im Rolli fortzubewegen, so wie meine Mitbewohnerin Ricarda.

Schon das Einparken mit zwei Rollis im Aufzug war die erste Herausforderung. Und dann durch den Flur, Mann, ist das nervig, wenn da Schuhe im Weg liegen!

Direkt nach der Haustür wartete schon der erste Berg auf uns, richtig anstrengend! Und auf unserem Weg in die Stadt und zurück lagen da noch einige vor uns. Puh!

Ich musste auch erst einmal lernen, halbwegs geradeaus zu rollen, das ist wirklich schwierig, besonders, wenn der Bürgersteig zur Straße hin hängt. Und auch, wenn Bordsteine abgesenkt sind, will das rauf- und runterrollen geübt sein. Geduldig zeigte und erklärte mir Ricarda ihre Technik dafür. Während ich mich abmühte, wollten mir immer wieder Passanten helfen, was ich dankend ablehnte, ich wollte es schließlich selbst erfahren und lernen.

In der Innenstadt dann das Geholpere über Kopfsteinpflaster. Während ich mich abmühte, darauf vorwärtszukommen, fragte ich mich, ob die Ästhetik oder das mittelalterliche Flair diese Strapazen wert sind. Gibt es keine andere Möglichkeit für einen Bodenbelag in alten Städten? Irgendwas rollstuhlfreundliches?

Als kleine Belohnung testeten wir  zwei Eisdielen auf ihre Barrierefreiheit, natürlich nicht ohne auch das Eis zu testen. 😉

Im Kino fragten wir nach Rollstuhlplätzen und wurden aufgeklärt, dass es nicht in jedem Saal welche gibt und es gut wäre, sich vorher anzumelden. Kein Problem, wir waren nur dort, um uns zu informieren.

Auf dem Rückweg konnte ich noch meine Bekanntschaft mit engen Baustellen machen … Es gibt so viel, was einem als Fußgänger nicht auffällt und dann im Rolli ein richtiges Hindernis darstellt.

Nichtsdestotrotz war es eine tolle Selbsterfahrung, wir haben sehr viel zusammen gelacht und den ganzen Weg ohne Hilfe gemeistert! Darauf waren wir auch stolz! Und mein Armmuskelkater hat mich auch am nächsten Tag noch daran erinnert. 🙂

Danke, Ricarda, für deine Offenheit und Freude, mir alles zu zeigen!

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