Ein Tag in der Natur

Ein Beitrag von Veronika Horstrup

Wir treffen uns um 11 Uhr am Vormittag, fahren hoch zum Langenhard. Für die WGler setzt Staunen ein. Nur wenige Minuten vom Industriehof entfernt liegt diese Hochebene – heute mit einer klaren Weitsicht und Sonnenschein. Auf einer Wiese hinter dem Freizeithof suchen wir uns einen Platz für unsere Naturerfahrungen. Der Wind pustet mächtig um uns und später färbt die Sonne unsere Stirn und Wangen. Timo, Laura, Ricarda, Jörg, Carla und Daniel haben sich eingefunden, um mit mir einen Tag draußen zu erleben. Wir beginnen mit einer Wahrnehmungsrunde, die wohl alle kennen. Und doch gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Jeder hat einen Gegenstand aus der Natur in die Hand bekommen und kann nun auf Erkundungsreise gehen. Mit verbundenen Augen und unter Anleitung ertasten und erfühlen alle  die Beschaffenheit ihres Gegenstands, lassen sich berühren, geben weiter und nehmen entgegen. Wenn die Zeit stillzustehen scheint, macht man/frau Entdeckungen über lange Weile und erfährt im gegenseitigen Erzählen mehr über das Erleben der anderen. Immer wieder bleiben Wanderer stehen und schauen uns zu. Bei der blinden Führung über die Wiese wecken wir Interesse. Barfuß, kriechend auf der Wiese, tastend an der Hecke oder einem Baum, über Grashügel oder den Schotterweg, vorsichtig und achtsam werden die Partner sicher geleitet.
Für Ricarda ist die bucklige Wiese eine enorme Herausforderung. Doch tapfer und mit Eifer macht sie mit und wir lachen viel miteinander.
Zur Picknickzeit kommen William und Nadine dazu. Lauras leckerer Salat und die ersten kleinen Gürkchen von Carlas Bruder schmecken hervorragend.
Der Tag eilt uns davon, wir waren wohl recht zeitlos unterwegs. Mein Programm streiche ich kurzerhand zusammen. Alle haben noch Lust, von einem Partner „eingepackt“ zu werden. Alles was Hecke, Bäume und Wiese für uns bereithalten, nutzen wir, um uns behutsam einzuhüllen. Eigentlich wollten wir um 16 Uhr enden. Aber die offenen, heiteren und entspannten Gesichter rechtfertigen die verspätete Heimkehr.
Ich hoffe, euch hat dieser Tag in der Natur neue Erfahrungen gebracht. Eure vorbehaltlose und interessierte Haltung hat mir sehr viel Freude gemacht. Danke für eure Bereitschaft!

 

 

 

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